Artikel Jade-Weser-Zeitung 31.05.2010 von Jesco Heidenreich

Lieder , die vom Alkohol handeln

Nordenham. Seemannslieder der ganz eigenen Art spielten am Freitagabend die Band „The Muschels" in der Jahnhalle Nordenham. Mit ungewöhnlich rockig klingendem „What shell we do with the drunken sailor" stellten die Musiker aus Nordenham und Bremerhaven gleich zu Anfang klar, dass an diesem Abend ausschließlich Lieder gesungen werden, die vom Alkohol handeln. Ihre Kaperfahrt durch die Welt der Seemannslieder ist wörtlich zu verstehen, denn mit einem Shantychor und dem Traditionellen hatte das Konzert nichts zu tun. Die E-Gitarre verzerrte, der Schlagzeuger sorgte für schnelle Beats und sogar das Akkordeon rockte. Ihr Musikstil: „Shantyrock"! „The Muschels" sind halt frech, anders und immer mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel.

Artikel Kreiszeitung Wesermarsch 31.05.2010 von Dennis Weiß

Mit Shanty-Rock auf der richtigen Welle

Stimmung wie in einer urigen Hafenkneipe zauberten The Muschels bei ihrem Konzert in der Jahnhalle.

Rum aus Jamaika" oder AC/DC? Die Antwort der Muschels auf diese Frage ist ein klares Sowohl als auch.


Nordenham- Shanty-Chöre sind im Norden ja bekannt und beliebt, aber Shanty-Rock ist etwas Neues. Diese Stilrichtung wird von der Nordenhamer Gruppe The Muschels geboten, die damit am Freitagabend das rund 80 Gäste umfassende Publikum in der Jahnhalle begeisterte.

Mit ihren rocklastigen Interpretationen bekannter Seemannslieder rissen sie die Zuhörer mit, die sich bald so fühlten als säßen sie in einer urigen Hafenkneipe. So spielte die Gruppe beispielsweise „Rum aus Jamaika" kombiniert mit einem Intro von AC/DC. Aber auch Titel von Achim Reichel oder Torfrock gehören zum Repertoire der Musiker.

Zu beinahe jedem Lied hatten die Bandmitglieder eine lustige und oftmals fiktive Geschichte aus dem Leben des Sängers Hannes Miek parat, die der Gitarrist Detlef Glück- selig spontan zum Besten gab. So soll die Mutter von Hannes beispielsweise Stoßgebete gen Himmel schicken, in denen es heißt „Junge, komm bald wieder", wenn Hannes wieder in den Lokalen der Stadt versackt ist. Welches Lied dieser Moderation folgte, ist unschwer zu erraten.

Die Akkordeonklänge von Angela Rats unterstreichen die maritime Herkunft der Lieder, während der Schlagzeuger Paul Ascot Baumann dem Ganzen einen etwas härteren Touch gibt. Abgerundet werden die Lieder nur noch durch den Bass, den Lutz Schopenhauer spielt. Die Band existiert in dieser Besetzung seit einem Jahr und ist aus einer Idee von Detlef Glückselig und Paul Ascot Baumann entstanden, als die beiden beim Stadtfest vor zwei Jahren etwas Maritimes unter den dortigen Auftritten vermissten.

Die Musiker versuchen jedem Stück etwas Neues abzugewinnen, sagt der Gitarrist Detlef Glückselig. Daher wundert es auch nicht, wenn das altbekannte Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" als Polka gespielt wird.
Eine weitere Besonderheit des Auftritts war, dass die Gruppe mitten im Saal spielte, was es in der Geschichte der Jahnhalle so noch nicht gegeben haben soll. Die gute Stimmung der Band sprang schnell auf das Publikum über, das nach rund 120 Minuten Spielzeit nach Zugaben rief und sich zu guter Letzt einen Titel aussuchen durfte. Dass es „Rum aus Jamaika" mit dem AC/DC Intro wurde, bestätigt der Gruppe The Muschels mit Shanty-Rock auf der richtigen Welle zu schippern.

 

Sonntagsjournal 15.08.2010

Labskaus wird der Renner

Großes Pagodenzelt neben dem „Lloyd‘s" - Start am Freitag

Bremerhaven (ber). Überall rund um den Neuen Hafen
beginnen allmählich die Aufbauarbeiten für die Sail.
Auch auf dem Festplatz der Havenwelten tut sich was.
Gastronom Bernhard Venhofen („Lloyd‘s") errichtet an
dieser Stelle ein riesiges Pagodenzelt. Dort bietet er kulinarische
Schmankerl und Unterhaltung an.
 
Ganz wichtig:
Die Eröffnung ist schon
am kommenden Freitag um
18 Uhr.
 
Die Tatsache, dass in dem Zelt neben dem „Lloyd‘s"
schon fünf Tage vor dem Start der Sail das pralle Leben
herrscht, ist nicht einem Organisationsfehler geschuldet.
Im Gegenteil: Die Bremerhavener  und natürlich
auch anwesende Touristen sollen schon mal vorab die
Gelegenheit haben, es sich gut gehen zu lassen. „Wir bieten
ein maritimes Flair und eine entspannte Atmosphäre.
Das Zelt wird an den Seiten offen sein, damit man den
Ausblick genießen kann", sagt Koordinator Klaus Luka,
die rechte Hand Venhofens.
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Norddeutsche Küche
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Im Zelt selbst ist für ausreichend Sitzgelegenheiten gesorgt.
Getränke gibt es aus Gläsern, nicht aus Pappbechern,
und das Essen entstammt der norddeutschen
Küche. „Der Renner dürfte das Bremerhavener Labskaus
mit Pökelfleisch und Matjes sein. Bratwurst und sonstiges
Fastfood gibt es bei uns nicht", sagt Luka.
An den Festtagen soll es im Zelt auch ein Unterhaltungsprogramm
geben. Zum Auftakt  am kommenden Freitag
steht Shanty-Rock auf dem Zettel. Die Band „The Muschels"
macht Dampf und soll für einen stimmungsvollen
Abend sorgen. Das Pagodenzelt neben
dem „Lloyd‘s" ist bis zum Ende der Sail täglich ab 11 Uhr
geöffnet. Bands und Künstler aus der Region, die dort gerne
auftreten möchten, können sich bei Klaus Luka unter
 01 73/2 32 30 39 melden



 

Nordwest-Zeitung 16.09.2010

 

Shantyrock und Kinderzirkus auf Nordenhamer Marktplatz

 

 

Shantyrock von der Nordenhamer Band The Muschels bekamen am Mittwochnachmittag die Besucher auf dem Marktplatz geboten. Anlass für das Freiluft-Spektakel in der Innenstadt war der Besuch des Norddeutschen Rundfunks, der in seiner Sendung „Mein Nachmittag“ live aus Nordenham berichtete. Neben den Shantyrockern hatten auch der Kinderzirkus Fantaasi des SV Nordenham, die Rostheuler mit ihren alten Treckern und der Verein ProRegion mit einer Ochsen-Kochshow ihre Auftritte. Außerdem spielte die Mädchengruppe der Happy German Bagpipers. Mehr als 100 Besucher versammelten sich auf dem Marktplatz, um den Nordenhamer Künstlern zuzusehen und um zu erleben, wie eine Fernsehsendung produziert wird.


Nordwest-Zeitung  02.10.2010.

Shanty-Rockmusik

 

 

Immer ’ne handbreit Wasser unterm Kiel hat in seiner Freizeit Detlef Glückselig (45, Foto) – nicht als aktiver Wassersportler, sondern als Hobby-Musiker. Der Leiter der Lokalredaktion Brake der NWZ  ist Gitarrist der Band „The Muschels“. Das aus der Wesermarsch und aus Bremerhaven stammende Quintett spielt Shanty-Rock. Wie das geht? Ganz einfach: Glückselig und seine Mitstreiter schnappen sich Shantys und Seemannslieder und verrocken diese. Die musikalische Kaperfahrt – garniert mit viel Seemannsgarn – kommt gut an. Im August hatten die Muschels einen umjubelten Auftritt auf der „Sail“ in Bremerhaven. Und jüngst hatten sie sogar einen Live-Auftritt im Fernsehen. Nächstes Projekt der Band, die sich als reines Feierabend-Unternehmen versteht, ist eine CD-Aufnahme. Der Titel steht bereits fest: „...und das Meer rockt sein Lied!“

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